Ausführliche Erklärung
1. Zweck & Nutzen
Everything möchte das grundlegende Problem in DeFi lösen: die fragmentierte Liquidität. Bisher müssen Nutzer ihr Kapital zwischen verschiedenen Protokollen für Tausch, Kreditvergabe oder gehebelten Handel hin- und herbewegen. Everything fasst diese Funktionen in einem einzigen Liquiditätspool zusammen, sodass eine Einzahlung gleichzeitig für Swaps, Kredite und Margin-Trades genutzt werden kann. Laut Mitgründer Jean Rausis soll dies die Kapitaleffizienz verbessern und den Handel vereinfachen (Biconomy).
2. Technologie & Aufbau
Das Protokoll ist vollständig On-Chain und arbeitet ohne externe Orakel. Es läuft über einen einzigen Smart Contract auf Arbitrum. Statt auf externe Preisdaten zuzugreifen, verwendet es ein internes tick-basiertes Preissystem, um Manipulationen zu vermeiden und eine sichere, vorhersehbare Abwicklung von Liquidationen zu gewährleisten. Der einheitliche Pool verteilt 85 % der Liquidität auf Kreditvergabe und gehebelten Handel, während 15 % für Swaps reserviert sind – alles gesteuert durch einen einzigen Vertrag.
3. Ökosystem & Erweiterungen
Über den Kern-Liquiditätspool hinaus baut Everything sein Angebot mit KI-gestützten Analysewerkzeugen aus. Der KI-Handelsassistent Eva kommuniziert mit Nutzern auf X, und das Everything AI Terminal liefert Handelssignale basierend auf aktuellen Orderbuch-Daten. Die Plattform unterstützt zudem ertragsbringende Strategien und hat begonnen, tokenisierte Rohstoffe wie Gold (XAUt) für gehebelten Perpetual-Handel anzubieten.
Fazit
Everything (EV) ist im Kern ein Protokoll zur Steigerung der Kapitaleffizienz, das DeFi neu gestaltet, indem es verschiedene Funktionen in einem System vereint und durch KI-Handelstools ergänzt wird. Ob dieses einheitliche Modell genug Liquidität anzieht, um spezialisierte, etablierte Protokolle zu übertreffen, bleibt abzuwarten.