Was ist zkPass (ZKP)?

Von CMC AI
27 May 2026 05:55PM (UTC+0)
TLDR

zkPass (ZKP) ist ein dezentrales Oracle-Protokoll, das Zero-Knowledge-Kryptografie nutzt, um Nutzern zu ermöglichen, Fakten aus ihren privaten Web2-Daten – wie Kontoauszügen oder Zeugnissen – gegenüber Web3-Anwendungen nachzuweisen, ohne dabei die sensiblen Informationen selbst preiszugeben.

  1. Datenschutzfreundliche Datenbrücke – Es wandelt private Daten von HTTPS-Webseiten in überprüfbare kryptografische Nachweise um, die eine vertrauenslose Verifikation für DeFi, Identität und Compliance-Anwendungen ermöglichen.

  2. Kerntechnologie zkTLS – Das Protokoll verwendet einen speziell entwickelten dreiparteiigen TLS-Handschlag kombiniert mit Zero-Knowledge-Beweisen, um Daten von jeder HTTPS-Seite zu authentifizieren, ohne dass ein API-Zugang nötig ist.

  3. Utility-Token für Koordination – Der ZKP-Token ist ein nativer ERC-20-Token, der für die Abwicklung von Nachweisen, das Staking durch Validatoren und die Governance im zkPass-Ökosystem verwendet wird.

Ausführliche Erklärung

1. Zweck & Nutzen

zkPass schließt eine wichtige Lücke in Web3: die Möglichkeit, private, reale Daten auf eine vertrauenslose und datenschutzfreundliche Weise zu nutzen. Traditionelle Verifikationen erfordern oft, dass Nutzer sensible Daten an zentrale Stellen weitergeben. Mit zkPass und dem Konzept des „Verifiable Internet“ können Nutzer aus Daten auf beliebigen HTTPS-Webseiten (z. B. Kontostand, Bildungsnachweis oder Social-Media-Konto) einen kryptografischen Nachweis erzeugen und nur diesen Nachweis mit einer Anwendung teilen. So sind Anwendungen möglich wie unterbesicherte DeFi-Kredite basierend auf nachgewiesenem Einkommen, KYC-konformer Zugang ohne Offenlegung von Ausweisdokumenten oder die Überprüfung von beruflichen Qualifikationen – und das alles, ohne dass die Rohdaten jemals offengelegt werden müssen.

2. Technologie & Aufbau

Das Protokoll basiert auf zkTLS, einer neuartigen Kombination aus einem dreiparteiigen TLS-Handschlag (3P-TLS) und hybrider Zero-Knowledge-Kryptografie. Dabei wird ein Verifizierer-Knoten in eine normale HTTPS-Verbindung eingefügt, der kryptografisch bestätigt, dass die Daten authentisch von der Zielwebseite stammen, ohne jedoch die unverschlüsselten Inhalte einzusehen. Die Nachweise werden lokal auf dem Gerät des Nutzers mit effizienten Algorithmen erzeugt, sodass die sensiblen Rohdaten niemals den Browser verlassen. Dadurch ist das System mit bestehenden Web2-Seiten universell kompatibel, ohne dass eine Zusammenarbeit, OAuth oder spezielle APIs vom Datenanbieter erforderlich sind.

3. Tokenomics & Ökosystem

Der ZKP-Token ist ein ERC-20-Token mit einer festen Gesamtmenge von 1 Milliarde Einheiten. Er dient als Zahlungsmittel für die Erstellung von Nachweisen, als Sicherheitsleistung (Staking) durch Validatoren zur Absicherung des Netzwerks und als Guthaben für den Zugang zu Premium-Verifizierungsdiensten. Die Governance des Protokolls wird durch die zkPass DAO gesteuert, bei der ZKP-Inhaber an Entscheidungen mitwirken können. Ein Teil der Protokollgebühren wird verbrannt, was einen deflationären Effekt auf das Token-Angebot erzeugt.

Fazit

Im Kern ist zkPass eine kryptografische Infrastruktur, die die Welten privater Web2-Daten und überprüfbarer Web3-Anwendungen miteinander verbindet. Sie verwandelt sensible Informationen von einer Schwachstelle in ein vertrauenswürdiges Werkzeug. Angesichts des steigenden Bedarfs an Datenschutz und regulatorischer Compliance stellt sich die Frage, wie effektiv dieses Protokoll als Standard-Schicht für eine vertrauenswürdigere digitale Wirtschaft etabliert werden kann.

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